ERFAHRUNGSBERICHT EINER TEILNEHMERIN IN KÖLN ÜBER DIE SELBSTVERANTWORTLICHE EINTSCHEIDUNG ZUR HEILUNG

In der selbstverantwortlichen Entscheidung für den eigenen Weg und dem JA zu der inneren Heilung liegt die Kraft, die Wunder in Bewegung setzt. Kathrin Jonen, Teilnehmerin an Retreats in Köln, berichtet von ihrer Erfahrung:

 

1. Ayahuasca-Retreat in Köln: 27.12-29.12.2017 (2 Nächte), mit Maja, Christian und Marco

Ich habe in der Nacht zum 27.12.2016 das erste Mal die Medizin genommen, nachdem ich, trotz großer Angst vor dem, was mich erwartet, ganz deutlich ein inneres JA gespürt habe. Schon ein Tag bevor ich zum Retreat kam, war es mir übel (da dachte ich noch, ich hätte einen Magen-Darm-Infekt, denn es war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass ich mich schon vorher mit der Medizin verbinde). Nach der Einnahme in der Nacht, habe ich mich hingesetzt und gewartet, mein Herz schlug gewaltig. Nach den empfohlenen 20 Minuten, die im Sitzen zu verbringen sind, habe ich mich dann auf meine Matratze gelegt und der Musik gelauscht. Ich habe gar nicht bemerkt, wie ich auf einmal in Bildern war, es war erst ein Spaziergang durch den Dschungel und dann in die Erde. Plötzlich wurde mir das bewusst, wo ich mich mich gerade befinde: in der Erde. Das war der Zeitpunkt, als der Booster eingenommen werden konnte. Als ich “Booster” hörte, sprach eine innere Stimme: “Du hast einen “Auftrag”, vergiss das nicht.”. Ich habe dann gleich meinen Eimer genommen, und bin zur Toilette gegangen. Was dort passiert ist, das versuche ich nun, so gut wie ich es kann, mit Worten zu beschreiben. Ich habe mich hingesetzt, weil ich mich übergeben musste, aber in den Sekunden davor kamen mir Bilder von dem Leid meiner Ahnen, und wie ich dann bemerkte von der gesamten Menschheit in den Sinn. Ich konnte das Leid fühlen. Ich musste mich übergeben und dann konnte ich weiter schauen und fühlen, und ich habe geweint und immer wieder gesagt: es tut mir so unendlich leid!!! Ich habe noch nie so viel Liebe und Mitgefühl für alles, was lebt und leidet empfunden. Und ich habe in diesem Moment gespürt, dass genau das jetzt MEINE Aufgabe ist, dieses Leid zu spüren, es durch mich durch fließen zu lassen. Dann habe ich gedankt, dass ich da bin, dass ich hier in dieser Toilette in Köln sitzen darf und diese Aufgabe habe (es war das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und Ich zu sein). Ich habe immer wieder gesagt: es tut mir so leid. Ich verstehe, ich fühle, ich bin, und ich sehe meine Aufgabe jetzt und hier. Es kam eine Dankbarkeit in mir auf, die ich so auch noch nie erlebt habe. Ich habe mich selbst so geborgen, so sicher, so lebend gefühlt. Der Prozess ging weiter. Ich erinnere mich nicht mehr an alles, das, was mir jetzt einfällt, schreibe ich auf. Es kam mir die Frage: Was ist mit mir, wo ist mein eigenes Leid, das mich in die Depression viele Jahre lang gebracht hat? Auf alle Fragen, bekam ich direkt eine Antwort. Wer gab mit die Antwort? Ich habe Ayahuasca als Wesenheit in mir gefühlt, als zweites “höheres” Ich. Ich habe mir die Antworten alle selbst gegeben?! Das Gefühl zu diesem “Du” in mir war: Verbundenheit, Vertrauen und Liebe. Ich habe gespürt, dass jegliche Angst (zum Beispiel vor dem Tod) dann aufhört, sobald ich mich verbinde. Im Verlauf dieses Prozesses habe ich mich immer wieder übergeben (ich habe noch nie das Kotzen als so sinnvoll und heilend empfunden). Ich habe gemerkt, dass ich mich u.a. immer dann übergeben habe, wenn ich im Widerstand war. Diese Lektion habe ich in meiner ersten Nacht gelernt: bei jeden Widerstand im Inneren kann es nicht mehr fließen und genau das ist LEBEN: ein immerwährender FLUSS!!! Ich konnte nach und nach jeden Widerstand in meinen Gedanken und Gefühlen wahrnehmen und dankbar überwinden. Immer und immer wieder habe ich gedankt für dieses Geschenk, was ich in diesem Augenblick bekam: höchstes Bewusstsein und allumfassende Liebe. Ich war noch nie so glücklich wie in diesen Stunden auf der Toilette in Köln mit den Kerzen neben mir, kniend auf dem Boden, kotzend und heulend und dankend. Ich saß da und wusste nicht wie lange dieser Prozess dauern sollte, die Antwort gab mir Aya “solange wie es dauert”. Ich musste nichts anderes tun als da zu sein und mich einzulassen auf das, was da in mir fließt. Es war so einfach!!! So unfassbar einfach!!! Ich musste freudig lachen, weil ich dieses offenbare Geheimnis erkannt habe.

In der Zweiten Nacht, die ich mit einer Migräne, wie ich sie aus meinem Leben kenne (ich habe des öfteren Migräne), begann, habe ich die Medizin nicht lange bei mir behalten. Ich musste ziemlich schnell kotzen und danach war mir wieder schlecht, aber ich konnte mich nicht weiter übergeben. Christian hat neben mit Blättern (ich weiß nicht, wie dieses Ritual heißt) geraschelt, und dann konnte ich spüren, wie es mir das Kotzen erleichterte. Ich konnte mein Erbrochenes dankbar loslassen und selbstverantwortlich übergeben. Danach bin ich eingeschlafen.

2. Ayahuuasca-Retreat in Köln: 03.02.2017 – 05.02.2017 (2 Nächte) mit Maja, Omer und Nuno

Wie beim ersten Mal habe ich auch bei meinem 2. Retreat am Tag zuvor gespürt, dass ich eine Migräne bekomme. So bin ich wieder in die Zeremonie meiner “ersten Nacht” mit Kopfschmerzen und Übelkeit gegangen. Die Medizin schmeckte so dermaßen eklig, dass ich sie auch wieder nicht lange in mir behalten konnte. Nach dem Kotzen war es mir immer noch übel und ich habe die ganze Nacht gelitten, habe mir allerdings keine Hilfe geholt. In dieser Nacht habe ich keine Verbindung zu der Medizin und zu mir gespürt, was mich traurig machte, weil ich nicht wußte, warum. Ich wollte ihr (dem Wesen der Medizin) und mir selbst wieder begegnen. Ich hatte mir dieses Mal vorgenommen, mir meine “Schatten” anzuschauen. Ich habe mich verlassen gefühlt. Und alles kam mir so sinnlos vor. Sinnloses Leid.

Am Tag danach hatte ich ein Gespäch mit Omer, das mich weiter gebracht hatte. Mir wurde klar, dass ich das, was mich in meinem Alltag begleitet, z.B. meine Migräne und sonstige körperliche Schmerzen, mein Gefühl von Isolation im Alltag bedingt durch meine jetzige Lebenssweise (ich bin alleinerziehend und fühle mich nicht wohl da wo seit 6 Jahren wohne und habe noch nicht das passende Umfeld gefunden), das Nichtfinden meiner beruflichen Tätigkeit, die ich als sinnvoll empfinde und in der ich mit meinen Fähigkeiten wirken kann, meinen Selbstwert und meine Selbstliebe, den/die ich mir selbst nicht genügend gebe, usw. In die zweite Nacht bin ich dann mit Migräne und Kotzgefühl gestartet. Nach der Minidosis, die wir zu erst einnehmen durften, ging es mir weiterhin schlecht, aber ich konnte nicht kotzen. Dieses Mal habe ich mich entschlossen, mich gut um mich zu kümmern. Ich habe plötzlich gewusst, warum die Medizin gerade so dermaßen ekelhaft schmeckt und nicht leicht ist zu schlucken (am Tag zuvor dachte ich noch, ich würde sie lieber per Spritze injiziert bekommen): das Schucken ist eine selbstverantwortliche, bewusste Entscheidung für diesen Weg. Die Entscheidung treffe ICH und genau darin liegt die Freiheit. Das Schlucken ist ein aktives Tun und nicht ein passives Erleiden (Spritze). Nachdem es mir schlecht ging, ich aber nicht kotzen konnte, habe ich mich an Maja gewandt. Ich habe daraufhin die volle Dosis der Medizin eingenommen mit dem Wissen, dass es auch sein kann, nicht erbrechen zu können. Ich habe mich für das Rapé und die Medizin noch einmal bewusst und frei entschieden. Nachdem ich die volle Dosis eingenommen hatte, konnte ich ca nach 20 Minuten erbrechen. Das Gefühl danach war gut, ich war wieder verbunden. Auf der Toilette bekam ich dann ein Bild und ein Gefühl dazu geschenkt. Ich konnte das Bild, das Gefühl und das, was es mir sagen wollte nicht lange “halten”, denn es ist ein “Brocken”, den es da anzuschauen gibt, der aber in dieser Nacht noch nicht dran war, das habe ich so wahrgenommen. Die Medizin hat mir gezeigt, um was es geht, einen Vorblick gegeben, für das, was angeschaut werden will. Das, was mich von mir selbst und meinem Leben bisher getrennt hat. Als ich wieder auf meiner Matratze lag, wollte ich unbedingt zurück in das Gefühl, aber es ist mir nicht gelungen. Dann kam der Impuls in dieser Nacht einen Booster (mein erster Booster) zu nehmen, weil ich mich bereit dazu fühle, meinen Prozess zu intensivieren. Der Booster, den ich einnahm, war besonders schwer zu Schlucken, wieder ein volles JA für meinen persönlichen Weg, den ich jetzt bereit bin zu gehen. Auch nach dem Booster konnte ich wieder kotzen und was danach kam, hat alles, was ich bisher durch die Medizin erfahren durfte, noch einmal rund gemacht, ich habe das geschenkt bekommen, was ich bin, wenn ich mich einlasse auf meine Heilung und den Weg durch den Schmerz, die Traurigkeit, die Angst, die Schatten usw gehe: ich habe Leichtigkeit und Freude erfahren, die ganze Nacht hindurch. Zum ersten Mal konnte ich meinen Körper ohne Schmerzen spüren, ich war verbunden mit mir und den Menschen um mich herum. Ich konnte die Zeremonie miterleben und mitgestalten. In dieser Nacht kam der Impuls, das, was in mir ist, endlich frei zu geben. Wenn ich ganz bei mir bin, kann ich den Menschen dienen. Das Loslassen ist genau so wichtig wie das Annehmen können. Im Fluss sein, hinspüren, was jetzt gerade da ist und gelebt werden will. Ich konnte meine Bedürfnisse spüren und gut für mich sorgen. Und wenn ich für mich sorge, werde ich ein Geschenk für andere. Diese Nacht war ein Segen. Ich spüre so viel Dankbarkeit in mir.

Sehr dankbar bin ich unter anderem für Majas Präsenz, für ihr warmes Wesen und für ihre konkrete Arbeit bei Inner Mastery, die mich sehr inspiriert. Ich fühle eine tiefe Verbundenheit zu ihr als Frau und Schwester. Und ich danke auch Omer, der seine Arbeit sehr ernst nimmt, und ich danke allen TeilnehmerInnen, die, wie ich, den Mut haben, diesen Weg zu gehen.

Kathrin Jonen

 

Folgend eine Liste der nächsten Ayahuasca International Retreats in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2017, die die Einnahme von Ayahuasca mit psychotherapeutischer Arbeit verbinden:

München, 30. März – 2. April

Salzburg, 30. März – 2. April

Hannover, 6. – 9. April 

Berlin, 13 – 16. April

Wien, 13. – 16. April 

Köln, 20. – 23. April

Berlin, 27. – 30. April 

Schweiz, 27. – 30. April

München, 4. – 7. Mai

Salzburg,  4. – 7. Mai 

Berlin, 11. – 14. Mai

Wien, 18. – 21. Mai 

Köln, 18. – 21. Mai

Berlin, 25. – 28. Mai 

Hannover, 1. – 4. Juni

München, 1. – 4. Juni 

Salzburg, 1. – 4. Juni

Schweiz, 8. – 11. Juni 

Berlin, 8. – 11. Juni

Wien, 14. – 18. Juni 

Köln, 15. – 18. Juni

Klicke hier für die komplette Liste und Informationen der nächsten Ayahuasca International Retreats 2017Darin finden sich weiterführende Links zu jedem einzelnen Retreat. Für Buchungen oder Anfragen schreibe bitte an deutsch@innermastery.es

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1 thought on “ERFAHRUNGSBERICHT EINER TEILNEHMERIN IN KÖLN ÜBER DIE SELBSTVERANTWORTLICHE EINTSCHEIDUNG ZUR HEILUNG”

  1. Danke für den Erfahrungsbericht. Für mich ist zu erkennen, das die persönliche Entscheidung zum Ja, zur Verbindung mit der Intelligenz die innerhalb von uns uns, innerhalb von Mutter Erde ist, der erste mutige Schritt sein muss um das Geschenk der Erkenntnis zu bekommen.
    Das macht mir Mut, Hoffnung und nicht zuletzt ein Gefühl von Erleichterung das man in guten Händen während des Erlebens ist.

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